Was bedeutet hustle?

Hustle hat mehrere Bedeutungen. Wörtlich heißt es drängeln/sich beeilen oder „jemanden hineinschieben“. Umgangssprachlich steht es für sich reinhängen, hart arbeiten – und in der Arbeitswelt für das Nebenprojekt „Side Hustle“.

Gleichzeitig kann to hustle auch negativ gemeint sein: abzocken, aufschwatzen, mit Tricks Geld machen. Im festen Ausdruck „hustle and bustle“ beschreibt es das geschäftige Treiben einer Stadt. 

Hustle – TL;DR

  • Neutral/positiv: schnell handeln, Einsatz zeigen, „etwas vorantreiben“. 
  • Side Hustle: Nebenjob/Nebeneinkommen neben der Haupttätigkeit. 
  • Negativ: abzocken/übervorteilen („to hustle someone“). 
  • Redewendung: hustle and bustle = städtisches Gewimmel/Gewusel

Bedeutungen im Überblick

BereichBedeutung (DE)Beispiel
wörtlichdrängeln, hastig bewegen/antreibenThey hustled him out of the room. → „Sie schoben ihn hastig hinaus.“ 
umgangssprachlich (positiv)sich reinhängen, energisch arbeitenWe hustled to meet the deadline. 
umgangssprachlich (negativ)jmd. hereinlegen/abziehenHe hustled tourists for cash. 
NebenjobSide Hustle = zusätzl. Erwerb neben dem Hauptjob„Sie startete einen Online-Shop als Side Hustle.“ 
Redewendunghustle and bustle = geschäftiges Treiben„Raus aus dem hustle and bustle der City.“ 

Hustle – Herkunft & Entwicklung

Etymologisch führt hustle auf niederländisch hutselen/husselenschütteln, stoßen“ zurück (1600er-Jahre). Von dort entwickelte sich die Palette: stoßen/drängeln → geschäftig sein → (auch) jemanden übers Ohr hauen. Später kamen die produktiven Bedeutungen („hart arbeiten“) und das moderne „Side Hustle“ hinzu. 

„Side Hustle“ – was steckt drin?

In Wörterbüchern ist Side Hustle klar als bezahlte Nebentätigkeit definiert – z. B. kleiner Onlineshop, Freelance-Auftrag, Content-Projekt neben dem Hauptjob. Wichtig: „Nebenjob“ meint hier nicht zwingend Minijob im klassischen Sinn, sondern unternehmerisches Zusatzeinkommen

„Hustle Culture“ – Lob des Grindens oder Burnout-Risiko?

In den 2010ern wurde „Hustle“ vielfach als Leistungs-Mantra populär („push forward despite the odds“). Gleichzeitig wuchs die Kritik: Dauer-Grind, Always-On-Arbeit und Burnout. Analysen und Kommentare betonen, dass Überarbeitung weder gesund noch nachhaltig ist und viele Jüngere „Hustle Culture“ bewusst ablehnen

Gebrauch & Beispiele

  • Positiv/neutral: We need to hustle to ship this feature by Friday. – „Wir müssen Gas geben, um das Feature bis Freitag zu liefern.“ 
  • Nebenjob: She runs a vintage shop as a side hustle. – „Sie betreibt einen Vintage-Shop als Nebenerwerb.“ 
  • Negativ: He hustled them out of their money. – „Er hat ihnen mit Tricks das Geld abgeluchst.“ 
  • Stadtbild: escape the hustle and bustle of the city – „dem Großstadtgewusel entfliehen“. 

Synonyme & nahe Begriffe (je nach Kontext)

  • positiv/neutral: work hard, push, grind (hart arbeiten, ranklotzen). 
  • negativ: con, swindle, scam (abzocken/betrügen). 
  • Redewendung: hustle and bustle ≈ „Betrieb, Gewimmel“. 

Hustle – FAQ

Was bedeutet „hustle“ im positiven Sinn?

Meist energisch arbeiten / etwas vorantreiben – im Start-up-/Karrierekontext oft mit Tatkraft konnotiert. 

Was ist ein „Side Hustle“?

Ein bezahlter Nebenjob bzw. Nebenerwerb neben der Haupttätigkeit (z. B. Freelancing, kleiner Shop). 

Bedeutet „to hustle“ auch etwas Negatives?

Ja, je nach Kontext: drängeln/schubsen oder jmd. übervorteilen/abzocken. Wörterbücher führen diese Bedeutungen ausdrücklich. 

Was heißt „hustle and bustle“?

Feste Wendung für das geschäftige Treiben (Großstadt, Bahnhof, Messe u. a.). 

Ist „Hustle Culture“ problematisch?

Viele Fachbeiträge sehen Risiken wie Burnout und Always-On-Stress – und raten zu Grenzen, Pausen & Team-/Strukturmaßnahmen statt nur „mehr Resilienz“. 

Quellen

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